Um das Merken und die Eingabe der Webadresse zu vereinfachen gibt es nun auch die Möglichkeit dieses Blog über br.ecw.de zu erreichen. bathroomreading.wordpress.com bleibt natürlich auch weiterhin erhalten.

image Immernoch gibt es einige Klagen über die glänzenden Displays und den fehlenden Firewire-Anschluss beim MacBook. Da überrascht ein Bericht von Ars Technica mit einem neuen Feature, welches Apple bisher verschwiegen hat.

Denn mit den neuen Geräten hat auch eine weitere Technologie Einzug gehalten in die Notebooks: HDCP (beziehungsweise DPCP, DisplayPort Content Protection). Das ist der Kopierschutz (ja, DRM!) der verhindern soll, dass das Bild- und Tonsignal bei der Wiedergabe von HD-Videos mitgeschnitten wird. So lassen sich geschützte Filme nur dann anzeigen, wenn alle beteiligten Komponenten (inklusive der Displays) HDCP unterstützen. Eine Wiedergabe eines BluRay-Films wird so über einen Beamer per VGA (mangels HDCP beim analogen Anschluss) unmöglich.

War dies bisher nur ein potentielles Problem von Windows-Nutzern, müssen sich jetzt auch Apple Kunden damit rumschlagen. Schlimmer noch: Einige Filme, die im iTunes Store gekauft wurden sind bereits so geschützt. Einen Hinweis, welche davon über den Kopierschutz verfügen und welche nicht, gibt Apple nicht. Hier heißt es also – mit allen damit verbunden Kosten – ausprobieren. Besonders ärgerlich, da auch ältere Filme bereits geschützt sind.

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Und das alles, nachdem Steve Jobs BluRay bei der Präsentation der neuen MacBooks – wohl auch wegen des Kopierschutzes – als “bag of hurt” bezeichnet hat. Recht hat er.

Dass dies (auch bei Apple-Kunden) nicht gut ankommt, zeigen die Reaktionen der Nutzer von wired.com:

Ronin: Still pissed about the lack of Firewire ports–now this??!!?
I can’t in good faith recommend any of the new macs to my audio/visual students! Should I tell them to go…PC?

Andrew: HDCP can kiss my hairy analogue hole.

david: Wow. They’re really doing everything in their power to make torrents more attractive than buying from the iTunes store.

Das traurige an dem Kopierschutz ist die Tatsache, dass die Leute, welche die Filme illegal besorgen, keine Probleme bei der Wiedergabe haben werden – egal auf welchem Gerät – und wieder einmal mehr nur die ehrlichen Käufer damit gequält werden.

Bild und Informationsquelle: Ars Technica

Rechtzeitig zur xtopia 08 sind die ersten Surface-Tische in Deutschland eingetroffen. Vor Ort hatte ich die Möglichkeit ein Entwicklermodell ausführlich zu testen.

image Der erste Eindruck: Ein schickes Gerät mit recht kompakter Bauform – ich hätte ihn mir größer vorgestellt. Zweiter Eindruck: Das Display ist ein bisschen dunkel, was aber auch an der starken Ausleuchtung der Räume gelegen haben dürfte.

Eine Angst vor Fingerabdrücken ist bei dem Tisch im übrigen unbegründet: Die Glasflache ist komplett angeraut, so dass sie nicht nur sehr wertig aussieht und sich auch so anfühlt, sondern auch resistent gegen Abdrücke ist.

Die eigentliche Bedienung klappte am vorliegenden Entwicklermodell im Großen und Ganzen reibungslos. Was störte war, dass der Surface nicht auf jede Berührung reagierte. In einer Demoanwendung war es mir nahezu unmöglich deine Schaltfläche zur Zusammenarbeit zu bewegen. Allerdings scheint hier lediglich das Programm störrisch gewesen zu sein, da die installierten Testprogramme alle Berührungen fehlerfrei erkannten. Multitouch-Anwendungen waren dabei generell jedoch etwas behäbig, nicht immer wurde das gemacht, was man eigentlich wollte. So klappte das Zoomen und Rotieren meist erst nach etwas Übung.

Zu Demozwecken waren verschiedene Anwendungen installiert, darunter ein Puzzle mit wählbarem Schwierigkeitsgrad, ein Bildbetrachter und auch einen xtopia-Demoanwendung. Sobald man in dieser seine Visitenkarte auf den Tisch gelegt hat, wurde diese gescannt und man automatisch in seinen Facebook-Account eingeloggt, so dass man einen Überblick über seine Kontakte und Bilder erhielt. War noch ein zweiter Teilnehmer vorhanden, konnte diese auch untereinander ausgetauscht werden. Die Visitenkarten mussten jedoch vorher mit einem Tag versehen werden, der auf die Unterseite dieser geklebt wurde und durch den der Tisch dann wusste, um welche Person es sich dabei handelt.

Ein Scanner der Informationen auf der Visitenkarte ist leider (noch?) nicht möglich, da die Auflösung der Kamera zu niedrig ist. Damit wären dann aber jede Menge toller Einsatzmöglichkeiten denkbar. Vor allem in Kombination mit der Anbindung von Smartphones über Wifi oder Bluetooth.

image Etwas problematisch ist momentan die Geschwindigkeit der Tische. Für normale Anwendungen ist diese zwar vollkommen ausreichend, sobald aber (viele) Animationen genutzt werden kommt die Hardware schnell an ihre Grenzen, so dass die Darstellung anfängt zu ruckeln und sich somit nur schwer bedienen lässt. Nicht ganz unschuldig daran wird die Tatsache sein, dass sämtliche Programme im Speicher gehalten werden, so dass dieser mit der Zeit gut gefüllt wird. Erst nach einem Logout aus dem Gerät wird dieser wieder frei gegeben. Eine Technologie wie bei iPhone, welche immer nur eine Anwendung gleichzeitig ausführt, wäre hier sicher von Vorteil.

Insgesamt zeigt sich der Surface aber schon sehr ausgereift. Vor allem softwareseitig ist es Microsoft für Entwickler gelungen, eine erstaunlich Komplette Arbeitsumgebung zu schaffen und damit neue Anwendungen zu erbauen. Die Hardware ist sehr robust und schick gemacht, hat hier und da aber noch kleine Schwächen, die jedoch auch ihre Ursache an dem recht frühen Entwicklungsstadium der gezeigten Programme haben können.

Die Idee zum Surface ist mittlerweile schon sieben Jahre alt, vor fünf Jahren wurde diese erstmals Bill Gates präsentiert und insgesamt 85 Prototypen angefertigt, bis das Gerät seine jetzige Form bekommen hat.

Surface in Aktion bei der CES 2008:

Fotos: bloggindagger@flickr

xtopia – der letzte Tag

19. November 2008

Nachdem der gestrige Abend etwas länger und feuchtfröhlich war, haben wir uns überlegt den ersten Track zu verpassen und die so gewonnene Zeit zum Ausruhen zu nutzen.

Nach der späten Ankunft im ICC ging es gleich in eine Präsentation von Surface. Fazit der Entwickler: Eine tolle Plattform, allerdings mit einigen Beschränkungen was der Performance und Auflösung des Displays (1024×768) angeht. Auch die Entwicklung der vorgestellten Demo-Anwendungen hat länger als geplant gedauert, da man sich von dem Maus-Tastatur-Konzept verabschieden und so in eine neue Richtung denken muss, was die Bedienung angeht.

Der nächste Track beschäftigte sich mit Silverlight und Web 2.0 auf Windows Mobile. Leider wurde dort nur Basiswissen vermittelt, etwa wie AJAX an sich funktioniert und in wie weit der mobile Internet Explorer dies nutzen – oder vielmehr nicht nutzen – kann. Gut beim kommenden Internet Explorer: Er wird JScript 5.7 unterstützen, dafür jedoch CSS nicht vollständig.

Erfreulicher war die Mitteilung, dass Silverlight auf praktisch allen Plattformen vertreten sein wird, inklusive Symbian Serie 60 und Mac OS, sobald es denn fertig ist.

Weiter ging es mit einer Lobhymne auf das Crowdsourcing (Crowd + Outsourcing), dem Auslagern von Prozessen in die Masse von Menschen. Dieses kann als Mittel genutzt werden vor allem an kreative Ideen zu kommen, solange dies nicht unter dem Vorsatz der Kostenreduzierung angegangen wird. Richtiges und gutes Crowdsourcing ist definitiv nicht billiger als eine Agentur zu nutzen, das Ergebnis kann – muss aber nicht – ein besseres und vor allem kundenorientiertes sein. Zudem kann dieser Auslagerungsprozess auch mittels einer Agentur unterstützt und belgeitet werden.

Als positives Beispiel wurde unter anderem Tchibo Ideas gelobt, wo Ideen für neue Produkte entstehen sollen. Die ersten Ergebnisse sollen im nächsten Jahr in Produktion gehen.

Auf Probleme und Risiken wurde dabei weniger eingegangen, lediglich wurde erwähnt, dass es erstaunlicherweise eine kritische Masse gibt, ab der Crowdsourcing keinen Sinn mehr macht, da es einfach zu viele Ideen gibt. Ein sinnvolles Filtern ist dann nicht mehr möglich. Eine Gefahr, die nicht erwähnt wurde, ist die zu kleine Masse oder ein Mangel an guten Einsendungen.

image Das absolute Highlight gab es jedoch zum Schluss: Der letzte Vortrag wurde gehalten von Patrick Baudisch, einem der Erdenker von unter anderem Soap (einer in der Hand nutzbaren “Maus”) und LucidTouch (ein Touchscreen auf der Rückseite des eigentlichen Gerätes). Er gab Informationen über den Entwicklungsprozess, zeigte Demos und auch einen Soap-Prototypen. Weiterhin wurden Technologien vorgestellt, die die Bedienung von kleinen und kleinsten Geräten ermöglichen sowie die Usability steigern (so zum Beispiel Shift).Eine Übersicht seiner durchaus genialen Arbeiten finden sich auf seiner Homepage.

xtopia – der zweite Tag

18. November 2008

Nach einem ausführlichen Frühstück ging es zeitig in den zweiten xtopia-Tag. Den Auftakt machte dabei nicht der angekündigte Beitrag “Evolution und UX” von Clemens Lutsch, da dieser leider ausfiel.

image Auf den zweiten Beitrag habe ich mich besonders gefreut: “Online Branding: Wie das Yello Interactive Design entsteht”. Nach der Lektüre von Bernd Kreutz’ Buch über die Entstehung der Marke Yello Strom ein absolutes Muss, dass erfreulicherweise alle meine Vorstellungen erfüllte und sogar übertraf. So plant Yello einen Webauftritt in Kombination mit einer Desktop-Anwendungen plus mobiler Dienste und zusätzlicher Hardware. Durch diese Hardware ist es möglich, den aktuellen Stromverbrauch zu messen. Mittels der Website und der Desktopanwendung werden diese Daten dann nutzbar – so ist es dann möglich ganz genau seinen Stromverbrauch im Auge zu behalten und auch anzupassen. Die Hardware findet sich schon bei einigen Testern, die mobilen Dienste sind leider noch in einer frühen Entwicklungsphase, so dass darüber noch nichts zu erfahren war.

Interessant und neu für mich war der Ansatz am Anfang der Entwicklung eine Bild- und Steuerelementbibliothek aufzubauen, die dann auf allen Plattformen genutzt wird. Und tatsächlich: Dadurch entsteht ein komplett einheitliches Auftreten, so dass man sich sofort wieder zurecht findet. Die Integration einer Community-Funktion in die Software ist im Zeitalter von Web 2.0 schon fast obligatorisch.

image Nach einer Pause mit dem Testen eines Surface-Tisches ging es zu Dariusz Parys Beitrag über Live Services und was damit alles möglich wird. So stellte er eine Plattform für Musikveranstaltungen vor (ähnlich mixxt.de), über der Konzerte organisiert, bewertet und bebildert werden können. Die Anmeldung erfolgte dabei über Live ID, so dass auch Kontakte, die unter der Live-ID vorhanden sind, direkt auf der Seite genutzt werden konnte,  um diesen Beispielsweise E-Mails zu schicken.

Obwohl Dariusz mehrfach darauf hinweis, dass er Entwickler sei und keinen Sinn für Optik hat machte die Anwendung trotzdem einen schicken Eindruck (was wohl auch an dem verwendeten CSS-Stil lag). Ich habe da schon viel viel schlimmeres gesehen!

Einen runden Abschluss des Tages gab es dann mit dem Beitrag von Frank Jacob zum Thema Serious Motion Graphics. Dabei handelt es sich um die sinnvolle Verwendung von Animationen um das Benutzererlebnis zu unterstützen. Wie das aussehen kann zeigt dabei die Brennsoftware “Disco”, bei der während des Brennvorgangs Qualm aus der Anwendung aufsteigt.

Laut dem wired-Magazin soll es sich bei der sinnvollen Nutzung von Animation sogar um den nächsten großen Schritt in der Entwicklung der Userinterfaces handelt. Ob diese Versprechen eingelöst werden kann, wird die Zeit zeigen. Mit Core Animation auf Mac und WPF auf Windows sowie Silverlight für alle anderen Plattformen ist auf jeden Fall schon einmal ein Grundstein gelegt.

xtopia – der erste Tag

17. November 2008

image Der erste Tag auf der xtopia in Berliner ICC ist hinter uns. Nach der Anreise mit dem Auto und dem Einchecken im Hotel ging es auch gleich auf zur Tagung. Nach einem netten Empfang und einem Tee ging es in die erste Session. Ich habe mir den Design-Track ausgesucht und kam dort voll auf meine Kosten.

Die Referenten Ulrich Leschak und Daniel Greitens führten dabei souverän durch das Programm und erklärten zum einen Funktion und Sinn der Expression-Produkte Blend und Designer, und zeigten ausserdem wie man Logo-Design nicht machen sollte, um dann dann mit handfesten Hilfen zu zeigen, wie es besser gehen kann.

Ziel des Workshop war es einmal die Bedienung von Expression Design 2 zu probieren, was zu meiner Überraschung erstaunlich reibungslos funktionierte – was möglicherweise auch der bedienerischen Anlehnung an bestimmte Wettweberbsprodukte geschuldet ist.

wm logo 2011

Da Grau alle Theorie ist, gab es eine praktische Aufgabe: Entwurf eines Logos für die Frauen Fußball WM 2011 in Deutschland. Meinen Vorschlag konnte ich als erster präsentieren, so dass ich damit nun auch meinen ersten Auftritt in einem Microsoft Webcast haben werde (die Mitschnitte der Session werden nach der Veranstaltung im Netz veröffentlicht). Das Ergebnis einer guten Stunde Arbeit lässt sich auch schon jetzt bewundern. Zusätzlich gibt es für den Beitrag auch noch ein Expression Studio 2. Ein erfolgreicher Tag!

image Nach dem ersten Tag xtopia ging es dann Dank eines Berlin-Insidertipps noch zum Entspannen in die “Solar Bar”, einer Bar mit Restaurant im 17. Stock. Sehr tolle Atmosphäre, gute Musik und leckere Cocktails – vor allem bei Nacht ein tolles Erlebnis.

image Vor gut einem halben Jahr habe ich wieder mit einer fast vergessenen Angewohnheit angefangen: LAN-Parties. Im privaten Kreis haben wir weit über ein Dutzend davon abgehalten, bis vor zwei Jahren diese Tradition verebbte und erst im letzten Sommer wieder aufgenommen wurde.

Als tolles Mittel zur Organisation davon hat sich bei uns mixxt.de eingebürgert. Mit einer eigenen Gruppe lassen sich damit Veranstaltungen schnell und einfach planen sowie Informationen austauschen.

Mittlerweile gab es bereits wieder zwei LANs, eine dritte steigt im Dezember. Doch neben dem Spaß störte wieder eine altbekannte Sache: Computer schleppen. Zwar sieht mein titanbeschichtetes Gehäuse für den PC totschick aus, ist aber auch doppelt so schwer wie er aussieht. Dagegen ist sogar mein sperriges 22”-Display ein toll zu transportieren.

Bei der nächsten LAN bin ich darum besser aufgestellt, da ich mich endlich dazu durchringen konnte ein spieletaugliches Notebook zu kaufen – der Desktop kann damit zu Hause bleiben. Ausgewählt wurde das Samsung R560 Madril, da es nicht nur beim Arbeiten dank der tollen Tastatur und des nahezu unhörbaren Lüfters ein Genuss ist, sondern mit der 9600M GT DDR3 eine leistungsstarke Grafikkarte verbaut hat. Durch das gute Kühlsystem lässt sich diese gefahrlos auf weit über 9700M GT Niveau takten. Abgerundet wird das Gerät durch 4 GB Arbeitsspeicher, Vista Ultimate und einem leuchtstarken 15,4-Display.

Da auf Netzwerkpartys naturgemäß auch immer ein paar Daten den Besitzer wechseln, wird die verbaute 320 GB Platte gegen ein pfeilschnelles Modell von Western Digital mit 500 GB mit zwei Platter ausgetauscht. Die “kleine” Platte wandert in ein externes Gehäuse, so dass auf der LAN immerhin 820 GB zur Verfügung stehen.

Auch wird meine geliebte Logitech MX500 in Rente geschickt. Ersetzt wird sie durch eine Roccat Kone. Einen Technikfreak lässt dabei die Feature-Liste der Maus aus Deutschland(!) das Herz höher schlagen:

image– je 38 wählbare Beleuchtungsfarben für insgesamt 5 LEDs plus Lichteffekte
– traumhafte Ergonomie
– vier zusätzliche Gewichte zum Beschweren
– 128kb Speicher für fünf in der Maus speicherbare Spielprofile inklusive Macros
– 72 MHz Prozessor
– 3200 dpi (6,4 MP, 7080 fps – nein, kein Schreibfehler!)
– 1ms Reaktionszeit, Erkennung bis 20G
– und last but not least: Einen Sensor, mit dem sich der Laser der Maus an das Mauspad anpassen lässt. Unglaublich.

Mögen die Spiele beginnen!