xtopia – der letzte Tag

19. November 2008

Nachdem der gestrige Abend etwas länger und feuchtfröhlich war, haben wir uns überlegt den ersten Track zu verpassen und die so gewonnene Zeit zum Ausruhen zu nutzen.

Nach der späten Ankunft im ICC ging es gleich in eine Präsentation von Surface. Fazit der Entwickler: Eine tolle Plattform, allerdings mit einigen Beschränkungen was der Performance und Auflösung des Displays (1024×768) angeht. Auch die Entwicklung der vorgestellten Demo-Anwendungen hat länger als geplant gedauert, da man sich von dem Maus-Tastatur-Konzept verabschieden und so in eine neue Richtung denken muss, was die Bedienung angeht.

Der nächste Track beschäftigte sich mit Silverlight und Web 2.0 auf Windows Mobile. Leider wurde dort nur Basiswissen vermittelt, etwa wie AJAX an sich funktioniert und in wie weit der mobile Internet Explorer dies nutzen – oder vielmehr nicht nutzen – kann. Gut beim kommenden Internet Explorer: Er wird JScript 5.7 unterstützen, dafür jedoch CSS nicht vollständig.

Erfreulicher war die Mitteilung, dass Silverlight auf praktisch allen Plattformen vertreten sein wird, inklusive Symbian Serie 60 und Mac OS, sobald es denn fertig ist.

Weiter ging es mit einer Lobhymne auf das Crowdsourcing (Crowd + Outsourcing), dem Auslagern von Prozessen in die Masse von Menschen. Dieses kann als Mittel genutzt werden vor allem an kreative Ideen zu kommen, solange dies nicht unter dem Vorsatz der Kostenreduzierung angegangen wird. Richtiges und gutes Crowdsourcing ist definitiv nicht billiger als eine Agentur zu nutzen, das Ergebnis kann – muss aber nicht – ein besseres und vor allem kundenorientiertes sein. Zudem kann dieser Auslagerungsprozess auch mittels einer Agentur unterstützt und belgeitet werden.

Als positives Beispiel wurde unter anderem Tchibo Ideas gelobt, wo Ideen für neue Produkte entstehen sollen. Die ersten Ergebnisse sollen im nächsten Jahr in Produktion gehen.

Auf Probleme und Risiken wurde dabei weniger eingegangen, lediglich wurde erwähnt, dass es erstaunlicherweise eine kritische Masse gibt, ab der Crowdsourcing keinen Sinn mehr macht, da es einfach zu viele Ideen gibt. Ein sinnvolles Filtern ist dann nicht mehr möglich. Eine Gefahr, die nicht erwähnt wurde, ist die zu kleine Masse oder ein Mangel an guten Einsendungen.

image Das absolute Highlight gab es jedoch zum Schluss: Der letzte Vortrag wurde gehalten von Patrick Baudisch, einem der Erdenker von unter anderem Soap (einer in der Hand nutzbaren “Maus”) und LucidTouch (ein Touchscreen auf der Rückseite des eigentlichen Gerätes). Er gab Informationen über den Entwicklungsprozess, zeigte Demos und auch einen Soap-Prototypen. Weiterhin wurden Technologien vorgestellt, die die Bedienung von kleinen und kleinsten Geräten ermöglichen sowie die Usability steigern (so zum Beispiel Shift).Eine Übersicht seiner durchaus genialen Arbeiten finden sich auf seiner Homepage.

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