rfid working Bei der Lektüre des Precentral-Forums bin ich über ein interessantes Projekt gestoßen: Der Einbau eines RFID-Tags in das Palm Pre. In dem Anwendungsfall sollte damit der Zugang zu der lokalen U-Bahn sichergestellt werden, wo über entsprechende Karten die Fahrkosten von einem Guthaben abgebucht werden.

In Ermangelung eines passenden U-Bahn-Systems (und dem weiträumigen Verzicht auf öffentliche Verkehrsmittel im Allgemeinen) musste eine andere Karte mit Tag herhalten: Die Zutrittskontrolle zu meinem Arbeitsplatz.

Hier werden einfache Tags benutzt, die lediglich aus einer Kreisrunden Antenne, bestehend aus mehrere, hauchdünnen Kupferdrähten und einem winzigen Chip bestehen.

Auslösen des Chips

CIMG0213 Da der Chip in den Kunststoff der Karte eingegossen ist und die Technik sehr filigran ist, lässt sich der Tag nicht mechanisch auslösen. Die chemische Keule namens Aceton hilft bei diesem Vorhaben jedoch ungemein.

CIMG0219 Dazu wird die Karte in einem entsprechenden Gefäß (Glas, Porzellan) komplett mit der Flüssigkeit bedeckt. Nun heißt es kurz warten, in meinem Fall hat es circa eine halbe Stunde gedauert bis sich der Kunststoff soweit aufgelöst hat, dass man die Antenne samt Chip ohne Probleme dem Bad entnehmen konnte.

Einbau in das Pre

rfid backDie einfachste und schnellste Möglichkeit das Pre mit der Antenne zu verheiraten ist es die Technik einfach in die Batteriefachabdeckung einzukleben. Testweise ist dies mit etwas Klebeband geschehen, welches vorsichtig auf die Antenne geklebt wurde und dann den Tag festhielt. Aufgrund der geringen Dicke von Antenne und Chip lässt sich die Abdeckung danach auch ganz normal wieder aufsetzen.

Wie man die Antenne am schlausten einbaut hängt dabei auch von der Bauform ab. In dem Fall meines kreisrunden Exemplars war dies kein Problem, andere Antennen können größer sein und müssen gegebenenfalls einmal komplett innen herum verlegt werden. Hier geht Probieren über Studieren 😉

Funktionstest

Der erste Test verlief absolut problemlos: Das Gerät in die Nähe des Lesers halten, fertig. Alles funktionierte wie von der ehemaligen Karte gewohnt.

Mögliche Probleme

rfid chip Wie man auf den Bilder erkennen kann besitze ich den Touchstone, ein induktives Ladegerät. Sollte der RFID-Tag auf derselben Frequenz wie das Ladegerät horchen wird hier der Chip nach einmaligem Benutzen des Touchstones durchbrennen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering, da die Frequenzen übereinstimmen müssen.

Update 12.01.2011: Auch nach mehrmonatiger Nutzung hat es keine Probleme gegeben.

Dieser Artikel ist auch auf dem hoch empfehlenswerten Hardware-/Software-Hacking-Blog slashhardware erschienen.

Apple hat etwas geschafft, das die Microsoft-Partner jahrelang nicht hinbekommen haben: Den Formfaktor des Tablets (oder Slates) massentauglich zu machen. Doch woran liegt das oder anders gefragt: Warum werden die Me-Too-Produkte wie der ExoPC, das WeTab oder das Joojoo nicht den Erfolg haben, den sich ihre Entwickler versprechen?

Die Hardware

Wo liegt der große Unterschied zwischen dem was bisher mit Windows ausgeliefert wurde und dem, was Apple erdacht hat? Die Hardware-Basis ist eine andere. Während man bisher meist versucht hat einen PC in die Form eines Tablets zu bringen ging Apple einen anderen Weg und wählte eine von Haus aus komplett auf Mobilität ausgerichtet Plattform und baute aus dem iPhone ein Tablet. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Die Laufleistung

Niemand, wirklich niemand, braucht einen Tablet-Computer, wenn dieser nur drei Stunden ohne Netzteil betrieben werden kann. Ein solches System will herum getragen und überall abgelegt werden und soll nicht ständig mit dem Stromnetz verbunden sein. Hier findet sich auch schon die größte Schwäche der bald erscheinenden Slates: Meist wird die Atom-Plattform genutzt, die für Netbook durchaus passend, für flache Tablets aber ungeeignet ist da sie zu viel Platz braucht. Gleiches gilt für den Stromverbrauch, hier reichen dünne Tablet-Akkus einfach nicht aus um eine lange Laufzeit zu gewährleisten. Die Folge: Das WeTab soll sechs Stunden schaffen, mit dem joojoo sind laut Herstellerangaben immerhin noch bis zu fünf Stunden Dauerbetrieb drin. Allerdings darf bezweifelt werden, dass diese Werte bei normaler Alltagsnutzung zu erreichen sind: So kam Engadget bei ihrem Test des joojoo unter moderater Nutzung auf 2,5 Stunden Laufzeit – das von der Software noch stärker aufgeblähte WeTab wird wohl kaum besser sein.

Auch nicht zu vergessen: Mehr Hardware bedeutet mehr Gewicht, welches die Ergonomie stark beeinträchtigt. Was bei einem Netbook egal ist, da es sowieso auf den Beinen ruht oder auf einem Tisch steht, wird bei dem Halten mit einer Hand zur Qual. Selbst das iPad ist hier stark an der Grenze des Nutzbaren, die Geräte des Wettbewerbs sind durchgehend noch schwerer.

Wesentlich intelligenter ist da die Nutzung der ARM-Architektur. Diese ist für kleine, leichte und mobile Geräte ausgelegt und dabei wesentlich energieeffizienter als die Atom-Plattform. Die Folge: Man kann leichtere und flachere Geräte bauen die trotzdem eine lange Laufzeit haben. Das iPad legt dabei vor: 10 Stunden Dauerbetrieb unter Last sind kein Problem. Problematisch hierbei: Windows läuft darauf nicht, Standard-Desktopdistributionen lassen sich damit nicht ganz unproblematisch nutzen. Warum das eigentlich sogar von Vorteil ist erläutere ich später.

Die Displays

Für einen der größten Fehler bei der Vorstellung des iPad hielt ich das 4:3-Display. Gerade wenn man Filme damit gucken möchte stören entweder die Ränder, alternativ man zoomt das Video groß, so dass die Seiten davon fehlen. Allerdings ist das Gucken von Videos nicht die einzige Aufgabe, die ein Tablet zu bewerkstelligen hat: Sie werden allerorten als E-Book-Reader vermarktet.

Und hier fiel mir bei der Nutzung des iPads etwas auf. Es lässt sich wesentlich angenehmer lesen, wenn man das Gerät hochkant hält, ähnlich wie ein Magazin oder ein Buch. Und hier ist die Krux der 16:9-Displays, es geht mit ihnen wesentlich schlechter, weil das Bild einfach viel zu lang wird. Besonders unhandlich wird es bei dem 12“-Display des joojoos. Es ist somit auch kein Wunder, dass das WeTab oder joojoo bei Vorführungen meist horizontal gehalten wird – mit der Nutzung unter Alltagsbedingungen hat das allerdings wenig zu tun. Sobald etwas zu lesen ist hält man das Tablet wieder hochkant – hier wird man sich mit den 16:9-Geräten an eine unnatürliche Haltung gewöhnen müssen.

Die Software

Der Versuch Windows in ein Nur-Display-Gerät zu zwingen ist bis heute nicht wirklich erfolgreich verlaufen. Vielleicht auch deswegen, weil zur Bedienung immer ein Stift benutzt werden muss. Egal was man machen will, der Stift wird als Ersatz für den Cursor. Die Schrifteingabe ist dabei nicht der Hauptgrund, sondern vielmehr die Tatsache, dass Windows komplett auf die Bedienung mit einer Maus (und Tastatur) ausgelegt ist. Folglich sind die Schaltflächen auch nur gerade so groß, dass man sie mit diesem feinen Instrument treffen kann.

Dieses rächt sich jedoch bei den Tablets – sie sind wie moderne Smartphones dafür gemacht mit dem Finger bedient zu werden, welcher jedoch nicht annähernd präzise genug dafür ist. Will man ein Tablet also richtig bauen muss zwingend eine Oberfläche geschaffen werden, die mit Fingereingaben funktioniert – die Windows GUI scheidet dafür komplett aus, selbst die Touch-Integration von Windows 7 ist hier zwar ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch ein sehr kleiner. Die Folge sind Systemaufsätze wie HP diese bei seinen TouchSmart-PCs einsetzt. Joojoo und Neofonie machen dies ebenso.

Auch hier ist Apple wieder im Vorteil, da man von Anfang an ein Betriebssystem einsetzen kann, welches komplett auf Fingereingabe auslegt ist.

Wie gut die Betriebssysteme, bzw. deren Aufsätze, am Ende mit der Fingerbedienung umgehen werden können muss sich in der Praxis noch zeigen. Aber insbesondere Dinge wie Copy & Paste werden den Entwicklern garantiert einiges an Kopfschmerzen bereiten, da die zweite Maustaste fehlt. Oder Dinge wie ein Benachrichtigungs-System, bei dem sich sogar Apple schwer tut. Dass dies keine kleinen Probleme sind beweist Joojoo: Die Bedienbarkeit hier ist heute schon kein Ruhmesblatt (siehe Engadget-Test).

Offen ist nicht gleich offen

Einer der größten Vorteile, den Neofonie für sich verbuchen möchte: Auf ihrem Tablet läuft praktisch jede Linux-Software. Wäre da nicht der schon vorher erwähnte Haken mit der Bedienung: Alles was an Software für Desktop-Linuxderivate zur Verfügung steht ist auf Mauseingaben auslegt, gleiches gilt für die angepriesene Adobe Air-Plattform. Viel Spaß beim Versuch die Schaltflächen von OpenOffice mit dem Finger zu treffen. Oder gar einen Rechtsklick durchzuführen. Auch der Vorteil, dass Android-Anwendungen damit laufen wird sich wohl als Papiertiger erweisen. Nur weil es sich um ein Android-System handelt, heißt es noch lange nicht, dass Google diesen Android-Ripp-offs auch Zugriff auf den Marketplace gewährt. Solche Systeme werden größtenteils ausgesperrt, Neofonie sollte dies wissen. Und selbst wenn der Zugriff funktioniert, müssen die Apps erst für die neue Auflösung umgeschrieben werden. Mit einem (großen) Angebot ist also so der so nicht zu rechnen.

Der einzige Ausweg sind somit Webanwendungen und native Apps. Da letztere mindestens zum Marktstart Mangelware sein werden verkommt das WeTab nur zu einem zweiten Surfgerät wie das joojoo. Und wie schwer man sich tun kann neue Entwickler zu gewinnen beweist momentan Palm immer noch eindrucksvoll, dessen (deutscher) App Catalog weiterhin nur langsam wächst, und das obwohl eine sehr starke Entwicklergemeinde hinter der Plattform steht.

Eine Frage, die man sich bei Neofonie bisher auch noch nicht gestellt hat: Braucht man in einem Tablet überhaupt all diese Funktionen? Und wenn ja, wie integriert man diese sinnvoll? Ich sehe das nicht.

Was bleibt also?

Insgesamt gesehen begeht Neofonie mit dem WeTab die gleichen Fehler, die man mit dem Windows-Slates schon jahrelang macht: Man zwängt einen PC in einen Formfaktor, für den er nicht ausgelegt ist. Joojoo hat hier die besseren Ansätze von Konzepten, es scheitert jedoch noch stark an der Umsetzung und dem zu engem Einsatzgebiet. Dass das WeTab viel besser zum Start sein wird, damit ist bei diesem kleinen Unternehmen nicht zu rechnen. Von möglichen lizenztechnischen Problemen, wie sie befürchtet werden, einmal ganz abgesehen.

Die ersten wirklich Chancen auf eine weite Verbreitung werden wohl erst die Tablets haben, die durchgehend auf ARM-Plattform setzen und mit einem Betriebssystem geliefert werden, das sich einfach und intuitiv mit dem Finger bedienen lässt. Android (offiziell lizenziert und mit Zugang zum Market Place) ist hier die große Hoffnung, doch erst mal muss es vernünftig auf den Smartphones laufen, für die es gemacht ist – hier wird folglich auch noch Zeit ins Land gehen bevor Ergebnisse zu erwarten sind. HP hat seit der Übernahme von Palm auch noch ein heißes Eisen im Feuer, vor dem nächsten Jahr ist mit einem Marktstart jedoch nicht zu rechnen, zumal auch hier noch viel Arbeit für die Anpassung notwendig sein wird.

Zu großes Augenmerk sollte man jedoch nicht auf das Vorbild aus Cupertino richten. Auch dort gibt es viele Definzite, wie die nicht durchgängige Nutzung der Gesten, ein unglaublich rudimentäres Benachrichtungssystem und Multitasking, das den Namen nicht verdient sowie fehlende Anschlüsse wie ein digitaler Videoausgang oder USB. Es gibt also noch viel Raum für Verbesserungen, die nächsten Jahre werden spannend.

Update 11.06.2010 15:38h

Wenn man sich diesen Bericht vom Linux Magazin über die Präsentation auf dem Linuxtag 2010 anguckt bestätigt das meine Meinung. Das WeTab ist folgerichtig ein Multitouch-Gerät, welches mit mausoptimierter Desktopsoftware (VLC, Thunderbird) ausgeliefert wird und das mit zwei Händen gehalten werden soll. Dabei kann auch noch gleichzeitig eine Maus und Tastatur angeschlossen werden. Ein SDK wird es zudem auch nicht geben, der Offenheit wegen. Wie man damit „computer-ferne Kundenkreise gewinnen“ möchte ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

Update 09.07.2010

Und auch ein weiterer Vertreter der Android-Tablets, das 1&1 Smartpad, fällt im ersten Praxistest von Chip.de gnadenlos durch (getestet wurde ein Vorserienmodell, welches über weite Teile jedoch schon der finalen Version entspricht).

pre speedup WebOS ist zweifellos eines, wenn nicht das interessantes Smartphone-Betriebssystem auf dem Markt. Allerdings gibt es einen Nachteil, der den guten Gesamteindruck etwas trübt: Die allgemeine Geschwindigkeit.

So ist das Palm Pre mitnichten langsam, dennoch könnte etwas mehr Geschwindigkeit an einigen Stellen nicht schaden. So brachte beispielsweise das Update auf Version 1.4 schon Verbesserungen, allerdings liegt die Leistung damit immer noch entfernt von beispielsweise der eines iPhone 3GS.

Ein Grund für die vergleichsweise niedrige Performance: Die verbaute CPU im Pre ist zwar wie im 3GS für 600 MHz ausgelegt, wird allerdings nur mit 500 MHz getaktet (außer bei Spielen, wo WebOS automatisch einen Gang hochschaltet). So liegt natürlich nichts näher als die Leistung dadurch zu erhöhen, dass man auf 600 MHz geht – mit dem Tool CPU Scaler (zu finden in Preware) kein Problem. Ein geringer, aber merklicher Anstieg der Geschwindigkeit ist die Folge.

Allerdings hat der OMAP 3430 noch Ressourcen, die einen höheren Takt zulassen. Und so kam es nun zu einem Kernelpatch, der entweder 720 oder 800 MHz auf dem Gerät freischaltet – und der Effekt dadurch ist erstaunlich!

Installation des 800MHz Patches

Die Installation des Patches ist innerhalb kürzester Zeit mittels WebOS Quick Install erledigt: Einfach ein Script auf das Pre kopieren und dann mittels der eingebauten Konsole ausführen, fertig. Der gesamte Vorgang ist ausführlich im Precentral Forum beschrieben. Dort findet sich zudem der Link zum Download der Patches. Weiterhin sind dort auch Benchmarks und Videos dazu zu finden.

Nach dem Neustart lässt sich mittels des Konsolenaufrufs cat /proc/cpuinfo die Geschwindigkeit der CPU überprüfen, sie sollte jetzt bei ca. 800 MHz (beziehungsweise 720 MHz) liegen.

Was hat sich nach der Installation nun geändert?

Die allgemeine Geschwindigkeit des Pres ist spürbar besser, Anwendungen starten deutlich schneller (der erste Start beispielsweise des Browsers dauert immer noch relativ lange, beim zweiten ist er sofort da). Dieser Effekt lässt sich bei allen Apps ausmachen. Zudem ist das Scrolling, vor allem in langen Listen, flüssiger als vorher. Auch das Rendern von Webseiten und das Zoomen sind merklich schneller und angenehmer.

Geschwindigkeitsvergleich 500 MHz vs. 800 MHz

Dadurch, dass die CPU höher taktet ist erfahrungsgemäß natürlich auch mit höherer Verlustleistung und somit kürzerer Lebensdauer zu rechnen. Erstaunlicherweise melden viele Nutzer jedoch, dass die Temperatur unter Last abgenommen hat, so bleibt das Pre beispielsweise bei 3D-Spielen eiskalt, wie einige Runden auf den Strecken von Need for Speed gezeigt haben. Wer sich nicht auf sein Gefühl verlassen will, kann den Device Temperature Warnings Patch installieren, der die Temperatur überwacht und notfalls Alarm schlägt. Allerdings meldeten einige Nutzer nach der Installation Probleme, so dass ich davon abgesehen habe das Tool zu nutzen, wenngleich mittlerweile ein Bugfix nachgereicht wurde.

Einen weiteren Effekt kann der Patch auf die Laufzeit des Pres nehmen. Nach einem kompletten Tag mit dem 800 MHz Kernel konnte ich jedoch keine Verschlechterung außerhalb der normalen Schwankungen feststellen. Anderen Nutzer geht es ebenso, gemeldet wurde vereinzelt jedoch auch eine Reduzierung um ca 10%.

Bei Palm wird die Homebrew-Szene aktiv unterstützt und auch beäugt, und so kam es zu einem offiziellem Statement zu dem Patch. Wie nicht anders zu erwarten möchte Palm nicht dazu raten und weist auf den möglichen Verlust der Garantie hin. Wer schon vorher auf anderen Plattformen mit angepassten Roms gearbeitet hat wird das wenig erschrecken. Dennoch wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob der angepasste Kernel langfristig einen negativen Einfluss auf das Gerät hat: Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

Erstes Fazit

Mein persönliches Fazit nach 1,5 Tagen mit 800 MHz: Ich will die Geschwindigkeit nicht mehr missen! Jetzt fühlt sich das Pre genauso an, wie man es von einem aktuellen Smartphone erwartet. Es kam zu keinen Problemen – das Palm läuft mit Patch absolut stabil, sicher und deutlich snappier. Sofern es also nicht zu unerwarteten Komplikationen kommt bleibt der Patch installiert.

Update: Ich hatte anstatt auf den Device Temperature Warnings Patch auf den BatteryMonitor verwiesen, das ist nun korrigiert.

Update 2: Mittlerweile ist der Patch für WebOS 1.4.1 / 1.4.1.1 verfügbar – auch als IPK-Paket, welches sich direkt per WebOS Quick Install installieren lässt. Damit entfällt das manuelle Kopieren und Ausführen per Terminal.

Update 3: Nach dem Update auf WebOS 1.4.1 nutze ich den 720 MHz Patch. Eine reduzierte Laufzeit lässt sich nicht bemerken, jedoch eine sprübar erhöhte Geschwindigkeit. Diese liegt nun nach einem kurzen Vergleich sehr deutlich vor dem iPhone 3G, je nach Anwendung auf Höhe mit dem 3GS. Das Motorola Milestone mit Android 2.1 wirkte im Vergleich nicht so snappy wie das Pre, Geschwindigkeitsvergleiche mit dem Browser unterstützen diesen Eindruck zusätzlich.

Da ich durch einen Tweet von @wmdev auf die Software 3G Test kam habe ich diese gleich mal schnell installiert und geguckt, was dabei rauskommt. Hier das Protokoll zur Netzqualität von o2:

Carrier Provider
  3G o2 – de
IPCONFIG
  Public IP:82.113.121.113
  Gateway:10.43.152.182
  DNS:193.189.244.206
DNS Lookup Latency
  12ms
DNS Lookup to External Server Allowed?
  No
Blocked Ports
  135(RPC)139(NETBIOS)445(SMB)5060(SIP)
BitTorrent Traffic Blocked?
  No
Uplink Throughput
  342kbps
Average PING RTT
  264ms
Average HTTP GET Latency
  1474ms
Downlink Throughput
  215kbps
Singal Strength Level
  10/10
HTTP Caching Detected?
  No
HTTP Compression Detected?
  No

Interessant, dass dem Test nach Port 5060 geblockt wird. Dafür scheint Bittorrent kein Problem. Die HTTP-Latenz ist zudem mit 1,4 Sekunden selbst für UMTS schon arg hoch, beim Ping kann man hingegen nicht meckern.

Der Lauf wurde an einem Donnerstag Abend in Wolfsburg gegen 23:00h und mit einem Touch Diamond durchgeführt.

Rechtzeitig zur xtopia 08 sind die ersten Surface-Tische in Deutschland eingetroffen. Vor Ort hatte ich die Möglichkeit ein Entwicklermodell ausführlich zu testen.

image Der erste Eindruck: Ein schickes Gerät mit recht kompakter Bauform – ich hätte ihn mir größer vorgestellt. Zweiter Eindruck: Das Display ist ein bisschen dunkel, was aber auch an der starken Ausleuchtung der Räume gelegen haben dürfte.

Eine Angst vor Fingerabdrücken ist bei dem Tisch im übrigen unbegründet: Die Glasflache ist komplett angeraut, so dass sie nicht nur sehr wertig aussieht und sich auch so anfühlt, sondern auch resistent gegen Abdrücke ist.

Die eigentliche Bedienung klappte am vorliegenden Entwicklermodell im Großen und Ganzen reibungslos. Was störte war, dass der Surface nicht auf jede Berührung reagierte. In einer Demoanwendung war es mir nahezu unmöglich deine Schaltfläche zur Zusammenarbeit zu bewegen. Allerdings scheint hier lediglich das Programm störrisch gewesen zu sein, da die installierten Testprogramme alle Berührungen fehlerfrei erkannten. Multitouch-Anwendungen waren dabei generell jedoch etwas behäbig, nicht immer wurde das gemacht, was man eigentlich wollte. So klappte das Zoomen und Rotieren meist erst nach etwas Übung.

Zu Demozwecken waren verschiedene Anwendungen installiert, darunter ein Puzzle mit wählbarem Schwierigkeitsgrad, ein Bildbetrachter und auch einen xtopia-Demoanwendung. Sobald man in dieser seine Visitenkarte auf den Tisch gelegt hat, wurde diese gescannt und man automatisch in seinen Facebook-Account eingeloggt, so dass man einen Überblick über seine Kontakte und Bilder erhielt. War noch ein zweiter Teilnehmer vorhanden, konnte diese auch untereinander ausgetauscht werden. Die Visitenkarten mussten jedoch vorher mit einem Tag versehen werden, der auf die Unterseite dieser geklebt wurde und durch den der Tisch dann wusste, um welche Person es sich dabei handelt.

Ein Scanner der Informationen auf der Visitenkarte ist leider (noch?) nicht möglich, da die Auflösung der Kamera zu niedrig ist. Damit wären dann aber jede Menge toller Einsatzmöglichkeiten denkbar. Vor allem in Kombination mit der Anbindung von Smartphones über Wifi oder Bluetooth.

image Etwas problematisch ist momentan die Geschwindigkeit der Tische. Für normale Anwendungen ist diese zwar vollkommen ausreichend, sobald aber (viele) Animationen genutzt werden kommt die Hardware schnell an ihre Grenzen, so dass die Darstellung anfängt zu ruckeln und sich somit nur schwer bedienen lässt. Nicht ganz unschuldig daran wird die Tatsache sein, dass sämtliche Programme im Speicher gehalten werden, so dass dieser mit der Zeit gut gefüllt wird. Erst nach einem Logout aus dem Gerät wird dieser wieder frei gegeben. Eine Technologie wie bei iPhone, welche immer nur eine Anwendung gleichzeitig ausführt, wäre hier sicher von Vorteil.

Insgesamt zeigt sich der Surface aber schon sehr ausgereift. Vor allem softwareseitig ist es Microsoft für Entwickler gelungen, eine erstaunlich Komplette Arbeitsumgebung zu schaffen und damit neue Anwendungen zu erbauen. Die Hardware ist sehr robust und schick gemacht, hat hier und da aber noch kleine Schwächen, die jedoch auch ihre Ursache an dem recht frühen Entwicklungsstadium der gezeigten Programme haben können.

Die Idee zum Surface ist mittlerweile schon sieben Jahre alt, vor fünf Jahren wurde diese erstmals Bill Gates präsentiert und insgesamt 85 Prototypen angefertigt, bis das Gerät seine jetzige Form bekommen hat.

Surface in Aktion bei der CES 2008:

Fotos: bloggindagger@flickr

Auf der Suche nach einer Möglichkeit Abnutzungserscheinungen meines nächstes Handy zu reduzieren habe ich viele für mich unpassende Varianten gefunden. Angefangen bei Kunststoff- und Silikonhüllen, über Displayfolien im 4er-Pack bis hin zu Handysocken. Alles nicht mein Fall.

Dabei gibt es in den USA eine perfekte Alternative. Sie nennt sich invisibleShield und ist stark artverwand mit den bekannten Displayshutzfolien. Allerdings handelt es sich dabei nicht einfach um eine normale Plastikfolie mit etwas Klebstoff, sondern um eine Militär-Entwicklung, die jetzt dafür verwendet wird um mobile Geräte zu schützen. Der Hersteller Zagg ist dabei so überzeugt von seinem Produkt, dass man eine lebenslange Garantie dazu bekommt. Sollte die Folie verkratzen oder sich abnutzen, bekommt man kostenlosen Ersatz. Am Besten man schaut sich das mal direkt an:

Dabei hat man die Wahl zwischen einfacher Displayfolie oder einem Komplettpaket, mit dem man das ganze Handy schützen kann. Angebracht werden die Folien mit Hilfe einer Flüssigkeit, wie man das vielleicht von Tönungsfolien für Autoscheiben kennt. Nach dem Anbringen sind sie, wie der Name verspricht, nahezu unsichtbar. Sollte man auf den Schutz aus irgendeinem Grund wieder verzichten wollen, lassen sich die Folien mit etwas Mühe rückstandslos entfernen.

Verfügbar sind die Folien für alle möglichen Geräte, von Handys über MP3-Player, Laptops und Navigationsgeräte bis hin zu Uhren.

Die Bestellung ist in den USA im Onlineshop möglich, der Versand ist kostenfrei (auch nach Deutschland!), bezahlt werden kann per PayPal oder Visa-Karte. Und dank gutem Eurokurs habe ich für meinen Displayschutz gerade einmal 8 EUR bezahlt – da können die (schlechteren) Schutzfolien von eBay nicht mithalten.

image Heute hat Opera die neue Version 4.1 von Opera Mini vorgestellt. Neu im Java-Browser ist die Möglichkeit die Webseiten endlich auch quer darzustellen (was auf meinem Handy jedoch nicht verfügbar scheint), die Möglichkeit Bilder hoch- und runterzuladen* (um damit Beispielsweise den Blog zu füttern) und eine Suche für Begriffe innerhalb einer Webseite. Ebenfalls ist es jetzt möglich aufgerufene Seiten zu speichern* und sie offline erneut anzuschauen.  Ebenfalls in der Beta dazugekommen ist die ist die automatische Vervollständigung für die Eignabe von Webadressen. So muss man diese nicht immer wieder in voller Länge angeben – Opera merkt sich die Eingaben ab jetzt.

Der Download ist mobil oder über den PC über http://www.operamini.com/beta möglich. Ein Video mit der Vorstellung der neuen Funktionen ist unter http://www.operamini.com/beta/tour/ zu finden

* Das Handy muss dafür JSR-75 unterstützen.