xtopia – der zweite Tag

18. November 2008

Nach einem ausführlichen Frühstück ging es zeitig in den zweiten xtopia-Tag. Den Auftakt machte dabei nicht der angekündigte Beitrag “Evolution und UX” von Clemens Lutsch, da dieser leider ausfiel.

image Auf den zweiten Beitrag habe ich mich besonders gefreut: “Online Branding: Wie das Yello Interactive Design entsteht”. Nach der Lektüre von Bernd Kreutz’ Buch über die Entstehung der Marke Yello Strom ein absolutes Muss, dass erfreulicherweise alle meine Vorstellungen erfüllte und sogar übertraf. So plant Yello einen Webauftritt in Kombination mit einer Desktop-Anwendungen plus mobiler Dienste und zusätzlicher Hardware. Durch diese Hardware ist es möglich, den aktuellen Stromverbrauch zu messen. Mittels der Website und der Desktopanwendung werden diese Daten dann nutzbar – so ist es dann möglich ganz genau seinen Stromverbrauch im Auge zu behalten und auch anzupassen. Die Hardware findet sich schon bei einigen Testern, die mobilen Dienste sind leider noch in einer frühen Entwicklungsphase, so dass darüber noch nichts zu erfahren war.

Interessant und neu für mich war der Ansatz am Anfang der Entwicklung eine Bild- und Steuerelementbibliothek aufzubauen, die dann auf allen Plattformen genutzt wird. Und tatsächlich: Dadurch entsteht ein komplett einheitliches Auftreten, so dass man sich sofort wieder zurecht findet. Die Integration einer Community-Funktion in die Software ist im Zeitalter von Web 2.0 schon fast obligatorisch.

image Nach einer Pause mit dem Testen eines Surface-Tisches ging es zu Dariusz Parys Beitrag über Live Services und was damit alles möglich wird. So stellte er eine Plattform für Musikveranstaltungen vor (ähnlich mixxt.de), über der Konzerte organisiert, bewertet und bebildert werden können. Die Anmeldung erfolgte dabei über Live ID, so dass auch Kontakte, die unter der Live-ID vorhanden sind, direkt auf der Seite genutzt werden konnte,  um diesen Beispielsweise E-Mails zu schicken.

Obwohl Dariusz mehrfach darauf hinweis, dass er Entwickler sei und keinen Sinn für Optik hat machte die Anwendung trotzdem einen schicken Eindruck (was wohl auch an dem verwendeten CSS-Stil lag). Ich habe da schon viel viel schlimmeres gesehen!

Einen runden Abschluss des Tages gab es dann mit dem Beitrag von Frank Jacob zum Thema Serious Motion Graphics. Dabei handelt es sich um die sinnvolle Verwendung von Animationen um das Benutzererlebnis zu unterstützen. Wie das aussehen kann zeigt dabei die Brennsoftware “Disco”, bei der während des Brennvorgangs Qualm aus der Anwendung aufsteigt.

Laut dem wired-Magazin soll es sich bei der sinnvollen Nutzung von Animation sogar um den nächsten großen Schritt in der Entwicklung der Userinterfaces handelt. Ob diese Versprechen eingelöst werden kann, wird die Zeit zeigen. Mit Core Animation auf Mac und WPF auf Windows sowie Silverlight für alle anderen Plattformen ist auf jeden Fall schon einmal ein Grundstein gelegt.

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