Internet Dickwad – Die Theorie zu dummen Kommentaren

26. März 2008

Jeder, der sich die Kommentarfunktionen von Seiten wie Computerbase, Heise, Golem oder Winfuture und ähnlichen antut kennt diese saudummen Kommentare. Trolle. Am liebsten sind die mir die „ist besser als…“-Kommentare. Beliebig kombinierbar mit Namen und Marken wie Microsoft, Apple, NVidia, Linux und so weiter.

Aber wie kommt das? Hier greift die Theorie von John Gabriel:

image

So wird aus einer normalen Person wie du ich (vielleicht nicht gerade wie ich😉 ), zusammen mit der Anonymität des Internets und einer Hörerschaft ein „Total Dickwad“. Also jemand, der viel redet, aber nichts konstruktives zu sagen hat. Um es mal nett auszudrücken.

Wie wahr, wie wahr..

One Response to “Internet Dickwad – Die Theorie zu dummen Kommentaren”

  1. Maximilian Says:

    Begebe ich mich mit folgendem Kommentar nicht auch in die Grauzone des Produkts der obigen Gleichung? Nichts desto trotz verlangt mein innerer Schweinehund nach Erlösung…ich habe so sehr gehofft, eine Theroie in der Richtung zu ergattern, bevor mein Geist vielleicht eines Tages auf Ähnliches gestossen wäre. Ich find die Idee von John Gabriel mehr als zutreffend. Der entscheidende Faktor dabei, den ich demnach sogar potenzieren würde, ist die Variable der Anonymität. Wer wagt es denn schon auf der Strasse, einer übergewichtigen Dame ins Gesicht zu sagen, sie sei eine „fette Sau“. Poste ich allerdings ein Bild selbiger Frau in einen netten Blog nebst Kommentarfunktion auf einer einigermaßen gut besuchten Seite, so wird man sich vor Beleidigungnen, Diskussionen um Magersucht etc. nicht retten können. Es ist mehr als bestürzend, dass der Pöbel seine ihm zustehende Meinungsfreiheit mehr als wörtlich nimmt und mit dem Internet endlich die Plattform zu absoluter Kungebungsinflation gefunden hat. Man kann sich nichtmal ein Video über einen Soldaten, welcher auf Starbucks Pappbechern musikalisch rumkloppt, ansehen, ohne in den Kommentaren einen Disput über den Sinn und Unsinn der Armee zu erspähen, welcher dann auch schnell unsachlich wird und in Beleidungsfloskeln über Mütter und Schulabschlüsse mündet.
    Dieter Nuhr sagte einmal, dass das mit der Demokratie falsch verstanden wurde: Man DARF eine Meinung haben, man MUSS nicht. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.
    Und das war noch vor der Flut der Blogs, Twitter, Foren etc. .
    Die Menschen lassen ihren unglaublichen Frust über ihr eigenes Leben in Kommentaren unter meist bedeutungslosen Dingen, um sich möglicherweise in der unendlichen Leichtigkeit des Seins bestätigt zu finden. Natürlich ist das nur als These zu verstehen, wir wollen ja nicht pauschalisieren.


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